Frühstück mit Alpakas

 

Landvergnügen – schöner steht man selten.

Letztes Wochenende habe ich zum ersten Mal mit meinem Camper den Stellplatzführer von Landvergnügen ausprobiert und ich muss sagen, ich bin begeistert.

 

Am Samstagvormittag war es noch leicht nebelig als ich ins ca. 100km entfernte Hannover aufgebrochen bin.

Hier befindet sich eine kleine Alpaka Farm die, genau wie ich, in diesem Jahr zum ersten Mal bei Landvergnügen mitmacht.

Auf der Fahrt durch das Weser Bergland brach die Sonne durch die Wolken und als ich in Hannover angekommen war, begrüßte mich neben Kurt auch ein strahlend blauer Himmel.

Der Empfang war herzlich und Kurt zeigt mir wo ich alles finde und wo ich mit meinem Camper stehen darf.

Ich war begeistert, denn ich stand nur 1m von der Koppel entfernt, auf der die Alpakas grasten.

Das Wetter war einfach herrlich und sofort kramte ich Tisch und Stuhl heraus und kochte mir den obligatorischen Willkommens-Cappuccino.

Währenddessen kam mich auch Andrea besuchen und hieß mich ebenfalls herzlich willkommen.

Während ich so dasaß, meinen Cappuccino schlürfte, die Sonne genoss und die Alpakas beobachtete wurden eben diese zu einer kleinen Wanderung abgeholt.

Eine Gruppe von 10 Personen hatten bei Andrea und Kurt eine Alpaka Wanderung gebucht. Andrea gab der Gruppe eine Einweisung was diese beim Umgang mit den Alpakas zu beachten haben und gab weitere informative Hinweise zu den großartigen Tieren.

Angeführt von Andrea ging es dann für die 10 ´er Gruppe mit den 6 Alpakas los.

Ich hingegen lehnte mich wieder in meinem Stuhl zurück und genoss die Sonne (heute habe ich dafür einen Sonnenbrand im Gesicht…) und Kurt werkelte weiter im Garten.

Als der Trupp wieder zurück war, erwartet Sie im Garten des Hofes ein kleines Picknick. Ein hübsch gedeckter Tisch mit Blumen unter Bäumen. Es gab etwas zu trinken und ein bisschen was für den kleinen Hunger.

Ausnahmsweise ging es am Nachmittag für 3 Alpakas noch auf eine zweite Tour. Während Andrea die zweite Gruppe auf der Wanderung führte, fragte mich Kurt ob ich mit den anderen 3 Alpakas die zu Hause bleiben mussten, eine kleine Tour auf eine benachbarte Wiese machen würde.

Was für eine Frage, natürlich wollte ich!!!

Der Kleine schwarze, gerade einmal 1,5 Jahre alt war mein Gefährte. Er machte sich über das saftige grüne Gras her und vergaß darüber fast seinen Kummer das die anderen 3 nicht mit dabei waren.

Welch eine großartige Erfahrung!

Nicht im Traum hätte ich jemals daran gedacht, dass ich mal mit einem Alpaka an der Leine eine kleine Runde drehe.

Nach 30 Minuten kehrten wir wieder zurück auf den Hof und wenig später trafen dann auch die anderen Ausflügler von ihrer Tour zurück.

Nachdem ich eine Portion Tortellini verputzt habe, kamen die Alpakas noch einmal zum „gute Nacht“ sagen vorbei.

Neugierig streckten Sie ihre Köpfe durch den Zaun, beäugten mich und ließen sich sogar von mir ein wenig streicheln.

Im Mai kommt das knapp 10cm dicke Fell ab, doch jetzt tragen die Alpakas neben ihren aufregenden Frisuren noch ihr dickes Fell welches sich flauschig warm und weich anfühlt.

Mit den Gedanken an diesen schönen Tag machte ich es mir im Camper gemütlicher, schaute noch einen Film und schlief früh ein.

Am nächsten morgen erwachte ich durch das Vogelgezwitscher. Wie wild sausten Blaumeisen, Bachstelzen, Rotkehlchen und andere um mein Auto. Sie flogen von Baum zu Baum, und während die einen noch Material zum Nestbau sammelten, waren andere schon dabei die hungrigen Schnäbel zu füttern.

Als ich die Seitentür von meinem Camper öffnete, begrüßten mich auch gleich wieder meine neuen 6 Freunde.

Einfach herrlich, besser kann doch Landvergnügen nicht sein.

Kurt kehrte mit seinem Fahrrad vom Bäcker zurück und hielt auf einen kurzen Plausch.

So wurde es auch für mich Zeit zum frühstücken.

Mittlerweile sitzen die Handgriffe im Camper. Wasser wurde für den Cappuccino aufgesetzt, Tisch und Stuhl wieder aufgebaut, Toast in der Griffpfanne geröstet und der Tisch gedeckt.

Direkt neben den grasenden Alpakas saß nun auch ich und frühstückte. Die 6 leisteten mir gesellschafft und warfen mir hier und da neugierige Blicke zu. Doch kam es mir vor als ob sie sich entweder nicht mehr an meine Anwesenheit störten oder sich schnell daran gewöhnt hatten.

Es war einfach nur schön und gerne wäre ich noch geblieben. Doch die Zeit schritt weiter voran und ob ich wollte oder nicht, so musste ich langsam wieder den Heimweg antreten.

Mit einem kleinen Dankeschön für die Gastfreundschaft verabschiedete ich mich von Andrea, Kurt und den 6 Alpakas und machte mich über die  A2 wieder auf den Heimweg.

Mag sein das es sich jetzt etwas schnulzig anhört, doch diese 24 Stunden hinterlassen bei mir eine bleibende Erinnerung und gerne komme ich bei Zeiten wieder an diesen wunderbaren Ort zurück.

 

Doch nächstes Wochenende geht es weiter um neue Höfe zu entdecken.

Seit ihr mit dabei?

 

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