Mein Zuhause auf Reisen – Skandinavische Campingplätze

Im Zelt um die Welt wäre zwar ein toller Titel doch würde er nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Ich reise zwar mit Zelt aber nur durch meine Herzensländer im Norden.

In diesem Blogpost möchte ich euch mein mobiles Heim vorstellen, ein paar wunderschöne Orte zeigen an denen ich Zeit verbracht habe und was mir so mit dem Zelt bereits passiert ist.

2015 habe ich mir mein erstes Zelt gekauft welches mich bis heute einmal pro Jahr für drei Wochen auf Reisen begleitet.

Bis dahin hatte ich noch nie gezeltet, hatte keine Erfahrungen und wusste nicht ob es mir überhaupt auf Dauer gefallen würde.

Ich habe mich damals für das Omega 250 von Vango entschieden. 

Warum kann ich euch nichtmal genau erklären, doch schien es mir damals als die richtige Wahl.

Ich bereue den Kauf absolut nicht, auch wenn ich mich heute ggf. für ein anderes Zelt entscheiden würde. Doch dazu später mehr.

Bei meiner ersten Reise wusste ich zwar wie ich das Zelt aufbauen muss, doch stand es nicht immer wirklich fehlerfrei. Wie ihr auf diesem Bild seht fehlt es doch etwas an Spannung. 

Doch zum Glück hatte ich tolles Wetter und der Wind war an anderen Orten unterwegs und ich  konnte selig schlafen.

Das Bild entstand am Morgen nach meiner ersten Nacht.

Ich hatte auf einem Campingplatz bei Övertorneå an der schwedisch-finnischen Grenze geschlafen. Direkt am Fluss gelegen mit traumhafter Aussicht und einem netten dänischem Ehepaar als Nachbarn mit denen ich noch heute in Kontakt stehe.

Es war August und Nachts zog Nebel auf und ich schoss einige Bilder aus dem Zelt. Sozusagen direkt aus dem Schlafzimmer und seit diesem Moment bin ich wohl vom Outdoorlife etwas angefixt. Aber wer wäre das bei diesem Anblick nicht?!

 

Etwas später auf dieser Reise habe ich eine Nacht auf dem Campingplatz in Karasjok verbracht.

Hier stand mein Zelt auf einer schönen Wiese, ich erlebte zum ersten Mal wie es ist wenn andere Zelte um einen verteilt stehen und das ein Zelt nix anderes als ein blosser Sichtschutz ist. Ich hörte das surren der Reißverschlüsse, das Kramen in Plastiktüten und Schnarchen. Das klingt nun nicht soooo toll, doch würde ich genau jetzt gerne an diesem Ort sein und vor meinem Zelt sitzen und ein Buch lesen. 

Vielleicht werde ich sogar in ein paar Wochen genau das an diesem Ort machen, denn auch wenn die Route noch nicht ganz fix ist sind die Chancen groß das ich dort lande. 

Tja und von der Nacht die nach dieser gekommen ist, habe ich euch bereits in einem meiner Blogbeiträge berichtet.

Die darauf folgende Nacht habe ich nämlich in einem Lavvu geschlafen. (lest hier mehr dazu) 

Ich gestehe das ich den nächsten Campingplatz nicht mehr 100%ig zuordnen kann und ich bin mir unschlüssig ob es ein Stück südlich von Alta oder von Tromsø an der E6 war. 

Ich tendiere zu letzterem und auch hier hatte ich eine Traumaussicht die ich euch nicht vorenthalten will.

Bis zu diesem Urlaub hatte ich meine Skandinavien Roadtrips immer zur Zeit der Mitternachtssonne gemacht. Keine Frage, das ist eine tolle Zeit und spannend zu erleben wenn man um Mitternacht bei blauem Himmel und Sonnenschein wandern gehen kann, doch SOLCHE Sonnenuntergänge oder Stimmungen wie auf dem obigen Nebelbild zaubert einen erste der Spätsommer vor die Linse. 

Der Lövberga Campingplatz in Schweden, direkt am Inlandsvägen gelegen ist zweckmäßig ausgestattet. Doch hier hatte ich wieder das Glück direkt am See mein Zelt aufschlagen zu können und um einen unglaublich tollen Sonnenuntergang erleben zu dürfen.

Der Himmel leuchtete in den schönsten Farben die man sich vorstellen kann und auch wenn es auf den Bildern nicht so gut rauskommt, verlieh der aufziehende Nebel dem ganzen eine etwas verwunschene Atmosphäre. 

 

Tja, und wenn man Nachts aufwacht und das Gefühl hat wie auf einer Wassermatratze zu schlafen, dann ist man wohl überflutet worden.

Zum Glück ist im Zelt alles trocken geblieben dennoch hatte ich die restliche Nacht im Auto geschlafen.

Am Nächsten Morgen war der Teich in dem mein Zelt stand versickert und ich spannte meine Sachen zum trocknen an einer Hütte auf.

Das ganze ist mir an der südlichen Küste in Schweden passiert.

Für eine Nacht war ich auch auf dem Storuman Campingplatz in Schweden.

Nachts wurde es bitterlich kalt und ich befand mich auf dem Weg nach Norwegen.

Der Campingplatz war ganz in Ordnung, auch wenn ich noch immer nicht verstehe das ich ich trotz Platzplan so lange nach dem Weg zu den Zeltplätzen gebraucht habe. Der Campingplatz hat eine ordentliche Größe ist aber nicht extraordinär riesig und ich habe es dennoch geschafft mich zu verfahren…  

Für mich war einer der schönsten Orte an denen ich mit meinem Zelt schlafen durfte der Campingplatz in Ness bei Skutvik in Norwegen.

Die Ausstattung selbst ist eher… aber die Eigentümerin ist ein wahres Goldstück und die Aussicht vom Zelt der helle Wahnsinn. Noch euphorischer wurde ich als nach einer Woche campen und Dauerregen tatsächlich die Sonne zu sehen war.   

Leider hielt das gute Wetter nicht lange an. Eine Nacht später campte ich am absoluten Traumstrand von Bleik auf den Vesterålen.

Der Abend und die Nacht waren ok, doch am frühen Morgen „frischte“ der Wind auf, so das sich mein halbes Zelt losgerissen hatte und fröhlich im Wind flatterte.

Ich werde wohl nie vergessen wie ich in Schlafsachen mit verzottelten Haaren im Sturm und Regen mein Zelt zusammen raffte. Noch weniger werde ich vergessen wie mich dabei ein älterer Herr in einem mega riesen Wohnmobil dabei beobachtete und genüsslich seinen Kaffee trank.  

Mitunter führt dieses Erlebnis dazu, dass ich nun nach drei Jahren Campingerfahrung in Skandinavien mich wahrscheinlich nicht mehr für dieses Zelt entscheiden würde.

Es ist robust und bietet viel Platz was von Vorteil ist wenn man langanhaltend schlechtes Wetter hat. Doch genau die Größe macht es auch anfällig wenn man am Meer zeltet und der Wind ungebremst auf einen zurollt. 

Auch auf einem Campingplatz südlich von Fauske habe ich ein kleines Versteck für mich und mein Zelt gefunden. 

 

Einen der absolut besten Campingplätze habe ich in Norwegen gefunden. Und wie es der Zufall will liegt dieser in Myre auf den Vesterålen.

Genau an diesen Ort führt es mich Jahr für Jahr und erst im letzten Jahr bin ich auf diesen Campingplatz aufmerksam geworden.

Die Lage und Aussicht sind ein Traum und die öffentlichen Gemeinschaftsräume sind wirklich hervorragend. So etwas habe ich bislang auf noch keinem anderen Campingplatz gesehen 

Absolute Highlight Momente gab es für mich auf dem Silversand Campingplatz in Hanko (Finnland).

Ich glaube diese Bilder brauchen zum Abschluss keine weiteren Worte.   

Welches sind eure absoluten Lieblings Campingplätze?

Habt ihr vielleicht sogar Tipps für mich und meine nächste Reise?

2 Kommentare bei „Mein Zuhause auf Reisen – Skandinavische Campingplätze“

  1. Marcia Redecker sagt: Antworten

    Die Bilder sind wieder grandios. Es ist schon faszinierend, wie man sich unter der dünnen Haut eines Zeltes ein gemütliches Zuhause schaffen kann. Keine Spur von klassischem Campingplatz Charme mit Jägerzaun Idylle

  2. […] Conny und Sirko von Nordlandblog unternommen. Wer gerne draußen ist, ist meist mit Zelt unterwegs. K.M. Fantasy World erzählt von ihrem Zuhause auf […]

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