Fotos, Geschichten und Orte meiner Reisen durch Schweden

- Teil 1 -

 

Schweden – 2010 war ich zum ersten Mal alleine mit dem Auto auf großer Skandinavienreise und seit dem fahre ich jedes Jahr für 3 Wochen in den Norden und toure durch die skandinavischen Länder.
In diesen 8 Jahren haben sich natürlich tausende von Fotos angesammelt aber auch viele Geschichten und nochmal mehr Eindrücke und Erinnerungen.
Hier möchte ich nun mit euch ein paar meiner Highlight Fotos, Anekdoten, Erinnerungen und Erlebnisse teilen.
Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, die gleichen Orte besucht oder findet für euch neue Ziele die ihr entdecken möchtet.

Wenn man Schweden sagt kommen einen wahrscheinlich als erstes Bilder von bunten Holzhäusern, Birkenwäldern, Blumenwiesen und lauen Mittsommernächten in den Sinn.
Also das typische Bild wie man sich die Heimat von Pipi Langstrumpf vorstellt.
So musste ich mich auf einer meiner Reisen natürlich davon überzeugen ob es in Bullerbü wirklich so aussieht wie Pipi, Annika und Tommy es uns gezeigt haben.
Und seht her, tatsächlich zeigt sich Bullerbü welches in Wirklichkeit Sevedstorp heißt wie eine malerische Kulisse.

Eine andere malerische Kulisse findet ihr in Gammelstad, dem alten Stadtzentrum von Luleå.
Rund um die Kirche kann man durch wunderschöne Gassen schlendern und erlebt zwischen den bunten Häusern eine tolle Atmosphäre.
Beim durchforsten meiner Bilder für diesen Blogeintrag ist mir beim Anblick der Fotos eine peinlich lustige Geschichte eingefallen die ich für immer mit Gammelstad verbinde.
Denn nachdem ich lange durch das Kirchdorf geschlendert bin wollte ich mir natürlich auch die Kirche selbst ansehen.
So stieg ich beschwingt die Stufen zum Eingang der Kirche hoch, konnte jedoch meine Augen nicht von einem äußerst attraktiven Schweden nehmen der auch gerade auf dem Weg in die Kirche war. Es kommt wie es kommen musste, ich geriet ins stolpern und fiel direkt vor der Kirche auf die Nase…. So plötzlich wie ich gefallen war stand ich auch schon wieder auf meinen Beinen doch mein Auftritt blieb leider leider leider nicht unbemerkt.
Wenn wir in einem schwedischen Liebesfilm mitgespielt hätten, hätten wir uns bestimmt verliebt und wären glücklich bis an unser Lebensende gewesen. In Wirklichkeit hatte ich dann aber von ihm ein kleine Führung durch die Kirche bekommen, denn er arbeitete dort.

Jetzt aber Schluss mit lustig den im Süden von Schweden werden grausige Morde begannen. So könnte man zumindest denken wenn man die Wallander Krimis von Henning Mankell gelesen hat. Wer wie ich diese Bücher verschlungen hat, die Verfilmungen nicht abwarten konnte und dann noch ein kleiner Skandinavienjunkie ist kommt nicht darum herum im Süden des Landes auf Wallendes Spuren zu wandeln.
Von Ystad über Kåseberga bis Simrishamn.
Bei Kåseberga befindet sich die Schiffssetzung Ales Stenar.
Ein wahrlich magischer Ort über dessen Bedeutung sich die Experten nicht 100%ig sicher sind.
Nachdem ich schon einmal tagsüber da war, habe ich mich noch einmal zur Abendstimmung an die Klippen gewagt. Eine wahrlich mystische Stimmungen wenn man zwischen den hohen Steinen der Schiffssetzung wandert und die untergehende Sonne diesen Ort in geheimnisvolles Licht taucht.

So schön der Süden Skandinaviens (in diesem Fall Schwedens) auch ist, mein Herz schlägt für den Norden. Ab dem Polarkreis Nordwärts fühle ich mich am wohlsten.
Das Bild habe ich in der Nähe von Abisko aufgenommen als ich auf den Weg nach Norwegen war.
Lappland ist einfach wahnsinnig schön. Die Berge, Seen, die Weite… da steigt direkt das Fernweh in mir auf.

Apropos Abisko, ich überlege in diesem Jahr evtl. eine Tagesetappe auf dem Kungsleden zu wandern. Hat das schon jemand von euch gemacht und hat nützliche Tipps oder kann mir davon berichten?

Das folgende Bild finde ich einfach nur hübsch und lädt förmlich dazu ein sich auf eine Tasse Kaffee zu setzten, eine Zimtschnecke zu essen, die Augen zu schließen und die Sonne zu genießen.
Das Café Sågmöllan ist eines der ältesten Cafés in Österlen und liegt fast unmittelbar neben dem Grab von Kivik, einem Königsgrab aus der nordischen Bronzezeit.

Ohne Foto bleibt bei mir die Erinnerung an Karlskrona.
Vor einigen Jahren war ich auf der E22 in nördlicher Richtung unterwegs. Am Abend zuvor bin ich mit einer Fähre der TT Line in Schweden angekommen und es sollte der erste Tag meiner neuer Skandinavienreise werden.
Gegen Mittag habe ich eine kleine Rast auf einem Parkplatz direkt an der E22 gemacht.
Ich parkte meinen Wagen im Schatten unter ein paar Bäumen, stellte den Motor aus und streckte mich. Dabei wunderte ich mich das mich zwei Frauen beobachteten und schnurstracks auf mich zu kamen. Kein Wunder denn im selben Moment bemerkte auch ich den Rauch, Qualm oder Dunst der von meiner Motorhaube aufstieg.
WTF is this????!!!!!
Nachdem wir festgestellt haben das mein Auto auch noch undicht war und irgendeine Flüssigkeit verlor habe ich den ADAC angerufen der für mich alles organisiert hat.
1,5 Stunden später kam ein Abschleppwagen mit Fachmann der leider vor Ort auch nichts machen konnte ausser mir beim Benzinsparen zu helfen indem er mich abschleppte.
Auf dem Weg nach Karlskrona brachte mir der Fahrer noch schonend bei das es ja Samstag sei und die Werkstätten erst wieder am Montag aufmachen würden. Suuuuper!!!! Somit war ich gestrandet.
Er fuhr mich irgendwo zu einer Werkstatt in ein Industriegebiet mit mehreren Werkstätten, setzte meinen Wagen und mich ab, sagte noch freundlich Bye Bye und weg war er.
Toll!!!! Kann mir jemand sagen wo ich hier genau bin oder wo ich die nächsten zwei Nächte bleiben soll???
Also habe ich mich auf den Weg zu der nächsten Tankstelle gemacht wo ein wahrer Goldschatz gearbeitet hat.
Nachdem ich dem jungen Mädel meine Geschichte dramatisch erzählt habe und wir beide dabei immer wieder lachen mussten hat sie mir den Weg zu einer Jugendherberge ganz in der Nähe gezeigt. Als ich dort war stellte sich raus das diese noch geschlossen war doch mit jedem Mal erzählen meiner Geschichte wurde diese dramatischer so das der Herbergsleiter mich dennoch aufgenommen hat.
Am Montag Morgen stand ich pünktlich um 08.00 Uhr vor der Werkstatt und berichtete erneut von den Geschehnissen und ich wurde sofort vorgezogen.
Fachenglisch rund ums Auto zählt nun nicht so zu meinen Stärken und dank Google Translate und Wikipedia konnte wir von schwedisch auf englisch und auf deutsch und umgedreht alles klären so das ich gegen Mittag meinen Wagen repariert und wieder einsatzbereit abholen durfte um meine Reise fortzusetzen.

Lust auf einen zweiten Teil?

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